Rens de Rooij – ein Urgestein beim PSV

  • Rens de Rooij

    ein Urgestein beim PSV

    Christoph Nordmann, 23.02.2018

Rens de Rooij – ein Urgestein beim PSV

40 Jahre, 480 Monate, 2040 Wochen – solange geht Rens de Rooij (49) zum PSV Eindhoven. Seit 15 Jahren ist der Nordbrabanter als Ordner aktiv. Zu Beginn als Ehrenamtler, mittlerweile beim Verein angestellt und Vorsitzender der gut 390 Stewards, die rund um die Spieltage im Philips Stadion aktiv sind. Wir haben uns mit Rens in Eindhoven getroffen und über seine Leidenschaft und das Dasein als Ordner gesprochen.

Jeder der schon einmal im Fußballstadion war, kam nicht an ihnen vorbei: den Ordnern. Sie weisen Parkplätze zu, regeln den Einlass, kontrollieren die Stadionbesucher und deren Taschen, helfen bei der Bedienung der Drehkreuze und unterstützten die Gäste, den richtigen Platz im Stadion zu finden. Wenn das Spiel läuft, stehen sie meistens mit dem Blick gen Tribüne und haben ein wachsames Auge auf das Geschehen abseits des Platzes. Vom Spiel kriegen sie meist nichts mit. Was viele von uns nicht wissen: die meisten Ordner sind Ehrenamtler und opfern ihre Freizeit für den Verein. Ohne das Ehrenamt wäre der Spielbetrieb unmöglich.

Aus Leidenschaft wurde Berufung

Rens de Rooij ist leidenschaftlicher PSV Eindhoven Fan. Seit frühester Kindheit schlägt sein Herz in den Vereinsfarben rot und weiß. „Der PSV macht schon einen Großteil meines Lebens aus“, grinst der sympathische Niederländer. In das Amt als Ordner sei er so reingerutscht. „Damals wollte ich mich nur im Club engagieren. ‚Gemeinsam ist man stark‘ als Motto des Vereins wollte ich leben. Dass es zur Profession werden könnte, habe ich damals nicht kommen sehen“, berichtet er weiter.

Am Spieltag – nicht nur Fussballgenuss

Mittlerweile gehört Rens zum Inventar des PSV Eindhovens. Er ist nicht nur Ordner, sondern auch der Vorsitzende der insgesamt 390 Ordner, die in und um das Stadion eingesetzt werden. Am Spieltag ist dann auch richtig was los. „Wir treffen uns zwei Stunden vorm Spiel zum Briefing. 90 Minuten vor Anpfiff öffnen die Tore und dann vergeht die Zeit wie im Flug. Eine Stunde nach dem Spiel haben dann auch die meisten Gäste das Stadion verlassen. Eh man sich versieht, hat man locker sechs Stunden gestanden – bei Wind und Wetter. Da ist ein bequemer und atmungsaktiver Schuh besonders wichtig“, berichtet der Chefordner über seine Einsätze im Stadion. „Hier kommen meistens über 30.000 Zuschauer ins Stadion – natürlich tritt einem bei so vielen Menschen auch mal jemand auf den Fuß oder man muss zügig die Tribünen hinunter laufen. Gerade im Winter kann man leicht ausrutschen oder umknicken“, berichtet Rens und ergänzt, dass vernünftiges Schuhwerk unumgänglich sei.

Vollzeit im Einsatz

Doch wer glaubt seine Tätigkeit starte und ende am Spieltag hat weit gefehlt. Neben den Aktivitäten der ersten Herrenmannschaften kümmert sich Rens auch um die Bedürfnisse der jungen Nachwuchstalente am Trainingszentrum. “Ob beim Training der ersten Mannschaft, unserer Damenteams oder dem Nachwuchs – fast überall braucht es jemanden, der kontrolliert, dass alles seinen gewohnten Gang geht“, berichtet der Ordner des PSV.

Fussvermessung für das Team hinter dem Team

Wer den ganzen Tag für seinen geliebten Club im Einsatz und auf den Füßen ist, hat es verdient, einen Schuh zu tragen, auf den man sich verlassen kann. Mit dem Engagement beim PSV haben wir es uns zur Aufgabe gemacht das Team hinter dem Team – all den Ehrenamtlern des Vereins – den Rücken bzw. die Füße zu stärken. Dazu haben wir die Füße aller Ordner in einem 3D-Scanner vermessen. So erhält jeder Ordner seinen passenden ELTEN Schuh, um für den Einsatz rund um den Spieltag gewappnet zu sein – denn gemäß des Vereinsmottos „Eendracht maakt macht“ erreicht man seine Ziele nur zusammen.


23. Februar 2018 / von Christoph Nordmann