Mit ELTEN in Benin

  • Mit ELTEN in Benin

    Sicherheitsschuhe für Afrika

    Christoph Nordmann, 27.11.2018

Schuhe für Afrika – mit ca. 50 Paar Sicherheitsschuhen von ELTEN  im Gepäck haben sich Markus Bremers und Steffi Neu auf den Weg nach Benin gemacht, um der Ausbildungsstätte des Vereins“pro dogbo“ die Schuhe zu übermitteln und die Lehrlinge mit diesen auszustatten. Arbeitssicherheit ist in dem Entwicklungsland noch kein großes Thema. Umso wichtiger, dass Vereine wie pro dogbo vor Ort unterstützen.

In dem westafrikanischen Land Benin, das zwischen Togo und Nigeria an der Atlantikküste liegt, spielt Arbeitssicherheit noch keine große Rolle. Auf Baustellen zeigt sich oft ein aus europäischer Sicht erschreckendes Bild: Barfuß oder mit Flipflops wird auf der Baustelle oder in der Werkstatt mit schwerem Gerät gearbeitet oder schwere Teile werden auf diese Art und Weise transportiert. Die Unfallfolgen sind verheerend: Arbeitsunfähigkeit, keine vorhandene Krankenversicherung oder anderweitige staatliche Unterstützung führen komplette Familien in den Ruin. Das liegt nicht nur an der allgemeinen Armut, sondern auch an der mangelnden Aufklärung durch regulierende Instanzen in Benin.

Unterstützung vom Niederrhein

An dieser Stelle greift der deutsche Verein pro dogbo ein. 130 Kilometer landeinwärts Richtung Norden wurde ein Ausbildungsprojekt gegründet und wird mittlerweile vom beninischen Partnerverein „Education Service International“ (ESI) geleitet. In den vergangen zehn Jahren wurden knapp 200 Mädchen und Jungen im Bäckerhandwerk, Metallbau, KFZ-Mechanik und Informatik ausgebildet. „Die Azubis in den Werkstätten vor Ort verfügen nicht wirklich über sichere Schuhe, die sie vor Unfällen und Verletzungen während der Arbeit schützen – im Alltag werden geschlossene Schuh eher selten getragen, festes Schuhwerk findet man fast nie“, erklärt Klaus van Briel, Vorsitzender des Vereins pro dogbo.

Nach und nach entwickelt sich in Benin, vor allem in den Ausbildungsstätten, aber eine Sensibilität für die Notwendigkeit eines ausreichenden Arbeitsschutzes. „Daher freuen wir uns sehr über die Spende von ELTEN, die die Lehrlinge und die Ausbilder vor Verletzungen schützen wird. Sie trägt zu einem gesteigerten Bewusstsein für die eigene Sicherheit während der Arbeit bei den Auszubildenden und ihren Lehrern bei, die zukünftig darauf achten werden, mit adäquaten Sicherheitsschuhe in den Werkstätten zu arbeiten.“, betont van Briel die Wichtigkeit der Schuhspende vom Niederrhein.

Mit Sicherheitsschuhen im Gepäck

Vermittelt haben den Kontakt nach Westafrika Markus Bremers, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Document1 aus Uedem und langjähriger ELTEN-Partner, und Steffi Neu, bekannt als TV-Moderatorin beim WDR. „Wir waren 2016 zum ersten Mal in Benin und haben dort neben dem Krankenhaus der Aktion Pro Humanität auch das Projekt pro dogbo besucht. Das Engagement, das dort in die Ausbildung der jungen Leute investiert wird, hat uns sehr beeindruckt – insbesondere ein selbstbewusstes Mädchen, das zwischen all den Jungs eine Ausbildung zur KFZ-Mechanikerin gemacht hat. In Benin, wo Frauenrechte noch sehr unterentwickelt sind, ist das beileibe keine Selbstverständlichkeit. Pro dogbo macht sowas möglich – und das hat Eindruck bei uns hinterlassen.“, erklären die beiden Unterstützer und ergänzen: In Afrika müssen die Menschen im Grunde völlig ohne Schutzausrüstung arbeiten. Wir haben Baustellen gesehen, auf denen Menschen barfuß, ohne Helm, nur mit Shorts und T-Shirts arbeiten. Das ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Daher haben wir uns sehr gefreut, dass ELTEN ohne zu zögern zugesagt hat, hier zu helfen.“


27. November 2018 / von Christoph Nordmann