Indoor: Auch auf die rutschhemmende Sohle kommt es an!

  • Gegen Rutschpartien:

    Worauf ihr im Indoor-Einsatzbereich achten müsst.

    Denise Pollex, 03.08.2016

Auch auf die rutschhemmende Sohle kommt es an!

Rutschhemmende Sohlen von Sicherheitsschuhen stellen den Kontakt zwischen euch als Schuhträger und dem Boden her, auf dem ihr unterwegs seid. Sie haben daher – gemeinsam mit der Zwischensohle – einen bedeutenden Einfluss auf euren Bewegungsapparat und somit auf euer Wohlbefinden und auf eure Sicherheit. Um effektiv zu schützen, sollte die Sohle auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt sein, auf dem ihr euch bei der Arbeit bewegt. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir zeigen euch heute, worauf ihr speziell bei Indoor-Einsatzbereichen achten solltet.

Glatter Boden? Rutschhemmende Sohle!

Wenn ihr drinnen arbeitet, beispielsweise als Kfz-Mechatroniker oder Lagerist, könnt ihr leicht auf den glatten und harten Industrieböden Eures Betriebes ausrutschen. Beim Gehen wirkt das 4,5-Fache des Körpergewichts auf den Fuß ein. Wiegt Ihr 100 Kilogramm, sind das immerhin 450 Kilo! Läuft man mit etwas mehr Tempo, kann dieser Wert bis auf das Doppelte ansteigen. Doch auch langes Stehen auf harten belastet eure Füße und Gelenke. Wie lassen sich gesundheitliche Schäden verhindern, wenn ihr bei der Arbeit mehrere Stunden täglich auf solchen Untergründen unterwegs seid? Schließlich könnt ihr keine dicken Luxusteppiche in der Werkstatt- oder Lagerhalle auslegen.

Also gilt es, unter anderem, Rutschhemmung und Dämpfung direkt über eure Sicherheitsschuhe zu erreichen und dabei beweglich zu bleiben. Die Schuhe müssen sicheren Halt geben und die Gefahr auszurutschen oder umzuknicken minimieren, andererseits leichtes Drehen auf dem Boden unterstützen und nicht zu „Stoppern“ werden. Eine gute Dämpfung ist ebenfalls wichtig, vor allem, wenn ihr euch viele Stunden auf harten Böden bewegt. Deshalb solltet Ihr beim Kauf nicht nur etwa auf Größe, Aussehen und Zehenschutzkappe achten, sondern auch auf die Beschaffenheit der Sohle.

Gut gedämpfte Zwischensohle – gut geschonte Gelenke

Für Tätigkeiten auf extrem glatten Industrieböden muss die Laufsohle besonders rutschhemmend sein. Das wird zum Beispiel durch kleine wabenförmige Elemente im Profil erreicht. Sie bewirken einen Unterdruck und eine Art Saugwirkung. Dadurch wird eine Rutschhemmung der Kategorie SRC erreicht; auf einer dreistufigen Skala ist das die höchste Stufe. Das bedeutet, dass die Sohle in einem Testverfahren sogar auf Keramikfliesen mit Reinigungsmitteln und auf Stahlboden mit Glycerin noch eine rutschhemmende Wirkung erzielt. Damit ihr euch bei all der Rutschhemmung aber noch leicht und locker bewegen könnt, sind Sohlen mit Drehpunkten  ideal, die Reibungswiderstände deutlich reduzieren. Zusätzliche Flexkerben in einer Sohle verbessern zudem das Abrollen des Fußes und erleichtern das Abknicken im Knien

Dämpfungwird durch eine besonders dicke Zwischensohlenschicht aus z.B.  einem weichen PU-Kern erreicht. Sie dämpft jeden Schritt und schont auch bei langem Stehen die Gelenke. Eine weitere Möglichkeit ist ein Material in der Zwischensohle, das bisher nur im Sportbereich verwendet wurde und neben der Dämpfung zusätzlich noch eine zurückfedernde Wirkung entfaltet – das E-TPU. Was das ist und wie es genau funktioniert, seht ihr hier.

Schon gewusst?

Über all diese und noch weitere Eigenschaften für mehr Stabilität, Ergonomie und Tragekomfort verfügen diverse Sohlenkonzepte, die wir in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern für eure Bedürfnisse entwickelt haben. Gleich mehrere unserer Entwicklungen sind für die Arbeit im Indoor-Bereich optimiert. Sicher passt das eine oder andere Modell zu euch und eurem Job-Umfeld. Hier könnt ihr euch unsere Sohlentechnologien genauer anschauen.

Arbeitsunfälle durch Stolpern, Rutschen und Stürzen (auch SRS-Unfälle genannt) stehen auf der Liste der meldepflichtigen Unfälle seit vielen Jahren auf Platz 1. Im Jahr 2014 waren von rund 840.000 meldepflichtigen Unfällen 171.000 auf solche durch Stolpern, Rutschen und Stürzen zurückzuführen. Wer an dieser Stelle einmal tiefer in die Unfallstatistik einsteigen will, dem sei die Broschüre „Arbeitsunfallgeschehen 2014“ der DGUV ans Herz gelegt, die hier zum Download bereitsteht.

Der Beitrag ist Teil unserer Serie zum Thema Sohlen in Sicherheitsschuhen. Teil 1 findet ihr hier.

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3. August 2016 / von Denise Pollex