Fußschutz in der Druckerei

  • Bloß keine Druckstellen:

    Fußschutz in der Druckerei

    Denise Pollex, 28.06.2017

Maßgeschneiderte Lösungen rund ums Papier – und für die Füße

Drucken ist keine Kunst? Gerät einschalten, Papier einlegen, Knöpfchen drücken – das beherrscht jeder Schülerpraktikant aus dem Effeff, meist noch bevor er sich in seine erste Mittagspause verabschiedet. Jeder von uns hat einen Multifunktionsdrucker zuhause. Oder kennt zumindest jemanden, der jemanden kennt, der einen solchen besitzt. Für die paar Ausdrucke, die im Alltag so anfallen, muss kaum jemand von uns noch in den Copy Shop.

Aber darüber hinaus? Da ist es wie mit dem Kauf eines Anzuges. In der Regel tut es ein gut sitzender Dress von der Stange. Wer aber etwas Besonderes will, der muss schon zur Maßanfertigung greifen. Maßgeschneiderte Lösungen rund ums Papier – das ist die Spezialität der Druckerei Frank in Aachen. Hier drucken die Mitarbeiter zum Teil noch wie zu Großvaters Zeiten. Das ist gelebte Tradition –  etwas, worauf auch wir bei ELTEN großen Wert legen.

Hier wird noch gedruckt wie zu Großvaters Zeiten

Keine Frage, bei Frank Druck + Medien – so heißt die Druckerei in der Kaiserstadt korrekt – gehen sie mit der Zeit. Die Zukunft ist auch hier computerbasiert. Noch mag der ausgereifte Offsetdruck seine Vorzüge haben. Der Digitaldruck allerdings liefert immer bessere Ergebnisse. Wann die endgültige Wachablösung erfolgt? In fünf Jahren? In zehn? Das kann niemand seriös vorhersagen.

Im hinteren Bereich der Aachener Druckerei scheint die Zeit jedoch stehengeblieben. Zwei Apparaturen ziehen die neugierigen Blicke auf sich: Zwei Tiegelpressen und eine Zylinderpresse aus dem Hause Heidelberger Druckmaschinen aus den 1960er-Jahren, im Fachjargon liebevoll Heidelberger Tiegel bzw. Zylinder genannt. Sie befinden sich in einem Zustand, der älteren Semestern die Freudentränen in die Augen treibt – in einem tadellosen nämlich. Ganze Generationen von Buchdruckern haben an diesen Maschinen gelernt, bis diese von der modernen Technik verdrängt wurden. In Aachen sind sie noch immer – oder besser gesagt: wieder – in Betrieb.

Tradition bewahren, Leistungsspektrum erweitern

Die Druckmaschinen waren Anschaffungen des Großvaters, der den Betrieb 1924 gründete. Enkel Carsten Thomas (Bild rechts) ist inzwischen der Käufmännische Leiter des Familienunternehmens. „Wir sind eine Akzidenzdruckerei, die den gesamten Bedarf rund um das Papier abdeckt. Dabei unterstützen wir unsere Kunden über den gesamten Herstellungsprozess ihrer Drucksachen hinweg – von der Konzeption und Gestaltung über den Druck bis hin zur Veredelung“, erklärt der 31-Jährige. Tiegel und Zylinder nehmen eine besondere Rolle in diesem Prozess ein. Ihr Comeback ist keine reine Nostalgie.

Indem es sich auf alte Tugenden zurückbesinnt, ist es dem Familienunternehmen gelungen, ihr eigenes Leistungsspektrum zu erweitern: „Wir können auf zusätzliche Verfahren des physischen Drucks zurückgreifen. Dazu gehören Präge- und Stanzanwendungen oder aber der so genannte Letterpress, der wieder in Mode gekommen ist.“ Vintage und Retro sind angesagter denn je. „Gerade Kunden, die eine Story zu erzählen haben, möchten sich abheben. Ein Produkt, bei dem die Farbe nicht nur aufgetragen, sondern ins Papier gedruckt wurde, sieht anders aus – und fühlt sich vor allem anders an“, führt Carsten Thomas weiter aus. Gerade bei Drucksachen wie Visitenkarten und Einladungskarten, die häufig weitergereicht werden, macht die neue alte Technik den Unterschied. Die Finger bleiben buchstäblich hängen.

Drucken ist ein Handwerk

Alles kommt eben wieder. Aber nicht einfach so. Den richtigen Umgang mit den alten Heidelbergern mussten sich selbst ausgesprochene Praktiker wie Dominic Mevißen erst erarbeiten. „Diese Maschinen spielen in der heutigen Ausbildung keine Rolle mehr. Ein ehemaliger Mitarbeiter, der mittlerweile im Ruhestand ist, konnte uns Hilfestellung geben. Das Meiste mussten sich die Kollegen von selbst aneignen. Das war schon sehr spannend. Manchmal aber auch frustrierend“, erinnert sich der ausgebildete Offsetdrucker an eine Reihe von Fehldrucken.

Inzwischen geht der Retro-Druck leicht von der Hand. Wobei leicht relativ ist. Drucken ist ein Handwerk, das körperliche Arbeit erfordert. Mit Papier einlegen und Knopf drücken ist es eben nicht getan. Die massiven Maschinen mit ihrer offenen Konstruktion erfordern Kraft und vor allem Aufmerksamkeit, sonst sind Hände oder Füße schnell eingeklemmt. Hinzu kommt: Während wir zu Hause alle paar Jubeljahre zwei, drei Seiten ausdrucken, bewältigen die Mitarbeiter der Druckerei Frank tagtäglich das Zehntausendfache. Dementsprechend viel Material – Papier, Toner und Co. – bewegen sie von A nach B.

„Mal eben schnell…“ – warum Sicherheitsschuhe Pflicht sind

Dazwischen lauert eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Gefahrenquellen: Schwer beladene Hubwagen, die sich nicht immer so abbremsen lassen wie gewünscht; Auswiegewagen, unter denen schnell mal ein Fuß landet; Paletten, die zur Stolperfalle werden können. Carsten Thomas kann von diesen Gefahren ein Lied singen: „Wie das so ist: Man ist viel im Büro und will dann mal eben schnell etwas aus dem Lager holen – und schon bleibt man mit dem Fuß irgendwo hängen…“

Aus diesem Grund hat der 31-Jährige den OFFICER entdeckt. Einen Sicherheitsschuh, der äußerlich wie ein Business-Schuh aussieht, tatsächlich aber mit vollumfänglicher Sicherheitsausstattung wie einer Zehenschutzkappe ausgerüstet ist. Mit diesem Treter kann sich der modebewusste, junge Mann überall sehen lassen. Ob im Büro, bei Kundenterminen oder aber beim schnellen Besuch im Lager. Der OFFICER passt perfekt zu fast jedem Outfit. Lästiges Umziehen entfällt – und Carsten Thomas ist allzeit geschützt, wenn er wieder „mal eben schnell“ in Bereiche hinein spaziert, in denen das Tragen von Sicherheitsschuhen Pflicht ist. „Tatsächlich kann ich den OFFICER den ganzen Tag über Tragen. Das Gefühl ist echt gut, der Schuh sehr bequem. Dass es sich um einen Sicherheitsschuh handelt, spüre ich überhaupt nicht.“ Es sei denn, er bewahrt ihn vor Druckstellen, auf die man gerne verzichtet. Nicht nur in einer Druckerei.

Mehr zu unserer BUSINESS Serie erfahrt hier in unserem Beitrag zum Thema „Elegante Sicherheitsschuhe“

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28. Juni 2017 / von Denise Pollex