Für Sicherheit einstehen

  • Frank Radenz

    Für Sicherheit einstehen

    Christoph Nordmann, 15.08.2018

Wenn es um die Sicherheit geht…

Frank Radenz steht im wahrsten Sinne für Sicherheit. Seit 2008 arbeitet der gebürtige Dresdner im Sicherheitsdienst bei Motorsportveranstaltungen. Sieben Jahre bei der Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) und seit drei Jahren bei den GT Masters. Beim Rennen der ADAC GT Masters in Spielberg haben wir vom ELTEN Blog mit Frank gesprochen.

Elten: Frank, erzähle uns doch zunächst etwas zu deiner Person.

Frank: Ich bin Frank Radenz, 49 Jahre alt und wohne im beschaulichen Großglattbach in Baden-Württemberg. Ich bin selbstständig tätig als Servicetechniker für Lüftungsanlagen und habe parallel dazu noch einen Wach- und Sicherheitsdienst.

Elten: Wie bist du zum Rennsport gekommen?

Frank: Ursprünglich über einen Kollegen bei meinem damaligen Hauptjob. Als Subunternehmer hat er jahrelang bei der DTM gearbeitet und suchte immer wieder motivierte Leute, die sich gerne noch was nebenbei verdienen wollten. Seit 2008 bin ich nun im Sicherheitsdienst bei Motorsportveranstaltungen aktiv. Sieben Jahre bei der DTM und seit drei Jahren bei den ADAC GT Masters.

Elten: Und wie sehen deine Tätigkeiten im Rahmen der Rennsportwochenenden aus?

Frank: Primär geht es um die Kontrolle der Zugänge. Zum einen die Zugangskontrolle zu den Fahrerlagern und zum anderen die Personenkontrolle während des Rennbetriebs an der Boxengasse und zur Startaufstellung.

Zeit für besondere Momente

Elten: Hast du besondere Erlebnisse, die du im Rahmen deiner Tätigkeit erlebt hast – lustige Anekdoten, die hängen geblieben sind?

Frank: Ohh, da haben sich inzwischen einige angesammelt, aber das beste Erlebnis war schon ziemlich am Anfang in meiner Zeit als Sicherheitsmitarbeiter. 2009 war ich am Norsiring in Nürnberg bei der DTM eingesetzt. Ich war verantwortlich für die Zugangskontrolle zu den Parkplätzen. Klassischer Einbahnstraßenverkehr. Da der Norsiring ein Stadtkurs ist, ist auch immer die Polizei präsent. Plötzlich kam entgegengesetzt der Einbahnstraße ein Polizeiwagen.

In dem Moment konnte ich es mir nicht nehmen lassen, die Herren rauszuwinken, mich an das Fahrerfenster zu stellen und zu fragen „Na, was haben wir denn falsch gemacht?“. Sichtlich irritiert und sprachlos, guckt der Polizist mich an wie ein Auto. Als er bemerkte, was er falsch gemacht hatte, schoss ihm das Blut in den Kopf. Es juckte mir in den Fingern und ich habe ihn aufgefordert, bei seiner nächsten Fahrt möge er sich doch bitte an die StVO halten. Ich glaube, nicht jeder hat das Glück mal die Behörden belehren zu dürfen.

Elten: Du hast jetzt den direkten Vergleich zwischen der DTM und den ADAC GT Masters. Was macht die GT Masters für dich aus?

Frank: Die GT Masters sind noch eine Veranstaltung, die jeden Motorsport anspricht. Eine Rennserie, die man sich auch leisten kann. Die Teams um die Mechaniker, Teammanager, Fahrer oder Organisatoren sind alle sehr offen und herzlich. Durch die offene Atmosphäre macht es viel Spaß dort zu arbeiten.

Beruf oder Leidenschaft?

Elten: Mehr Beruf oder Leidenschaft für dich?

Frank: Inzwischen ist es primär Hobby und Leidenschaft. Man muss es auch mal so sehen: ich arbeite dort, wo manch Fan ein Vermögen für ausgeben würde und mal in der Boxengasse zu stehen.

Elten: Trägst du Sicherheitsschuhe während der Arbeit?

Frank: In meinem Hauptjob natürlich, und jetzt bei den GT Masters auch. Die gute Dämpfung und der hohe Tragekomfort sind ausschlaggebend an langen Arbeitstagen. Mit den LAKERS XXT klappt das ziemlich gut. Wir müssen zwar keine Sicherheitsschuhe tragen, aber ich denke, dass es besser ist, falls mir doch mal jemand über die Füße fährt.

Elten: Hattest du denn schon mal einen Arbeitsunfall?

Frank: Tatsächlich ja, aber nichts Schlimmeres. Mal eine Quetschung, mal eine Schnittwunde, aber zum Glück nichts Schlimmes. Meine Füße sind bisher verschont geblieben.

Elten: Zum Schluss noch eine Frage: was treibt dich privat an? Wo holst du die Energie her, an den Wochenenden zu arbeiten?

Frank: Hauptsächlich durch die Arbeit im Garten meines Hauses. Der macht einen Haufen Arbeit, aber das ist mehr Hobby als Erholung. Wenn ich mal wieder was mehr Zeit habe, widme ich mich hoffentlich mal wieder der Angelei.


15. August 2018 / von Christoph Nordmann