Der Herr der Oktanzahlen

  • Der Herr der Oktanzahlen

    Mehr als ein Job

    Christoph Nordmann, 14.04.2017

Ohne ihn läuft es nicht.

Gunnar Lucas (35) ist begeisterter Rennsport-Fan. Da passt es für ihn umso besser, dass er als Berufskraftfahrer an den Rennwochenenden der ADAC GT Masters 2018 in der Motorsportarena in Oschersleben als Tankwart eingesetzt wird. „Gerade die GT Masters gehören für mich zu den wenigen authentischen Rennserien. Die meisten Tests und Rennen sind in Europa, also sehr fanfreundlich. Zumal ist der Eintrittspreis von fünf Euro fast unschlagbar“, führt der vierfache Familienvater aus.

An Rennwochenenden versorgt Lucas die Teams mit dem nötigen Sprit – kein gewöhnlicher Sprit, denn die Sportwagen brauchen eine höhere Oktanzahl. Bis zu 25.000 Liter verbrauchen die Teams bei den GT Masters an einem Rennwochenende. „Das ist dann ein Job, der von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends geht“, erklärt der Rennsport-Fan. Die Teams kommen direkt zu seinem Tankwagen und füllen ihre mobilen Fässer oder Tanks auf.

Blick fürs Detail

Der gebürtige Rostocker arbeitet sehr verantwortungsbewusst. „Mein Tankwagen muss immer sauber sein, da er das Aushängeschild meines Arbeitgebers ist.“, beschreibt er und führt weiter aus „es müssen permanent alle technischen Einrichtungen am LKW überwacht werden, damit es zu keinem Ausfall kommt“. Die brenzlige Ladung des LKWs macht den Job des Tankwarts zur Herausforderung.

„Ich befördere neben dem Sprit fürs Rennen deutschlandweit explosive Güter. Da muss man ständig aufpassen, dass zum Beispiel während der Spritabgabe niemand raucht. Auch sollte man nicht kleckern, um Umweltschäden zu vermeiden. Wichtig ist, dass man stets verantwortungsbewusst handelt“, erklärt Lucas.

Adrenalin live erleben

An Rennwochenenden steht Lucas unter Storm. Nicht nur, weil er selbst Rennsport-Fan ist und im Amateurbereich mit einem Audi R8 Tourenwagen fährt, sondern weil die Rennsportteams ihn fordern. „Während der Testfahrten ist es noch relativ entspannt, an Rennwochenenden stehe ich dann schon mal unter Strom“, erzählt Lucas. Trotzdem schätze er den Kontakt mit den Rennsportteams sehr.

Keine Motivationsprobleme

Was ihn antreibt? Sein eigener Ehrgeiz, immer 100 Prozent zu geben und ein gutes Vorbild auch für seine eigenen Kinder zu sein. „Als ‚alter Hase‘ bilde ich auch den Nachwuchs in meinem Unternehmen aus, da muss man als gutes Vorbild vorangehen“. Darüber hinaus kann er ganz nah am Renngeschehen sein. „Direkte Interaktion mit den Teams, perfekt für mich als Fan. Darüber hinaus schaufle ich mir gerne auch mal Zeit in der Mittagspause frei, um das Rennen zu schauen.“

Wenn es auf Sekunden ankommt

Im Rennsport geht es immer auch um wertvolle Zeit. Zeit, bei der es auch immer mal durch Unkonzentriertheit oder Hektik zu Unfällen kommen kann. Darum schätzt Lucas guten Fußschutz. „Sicherheitsschuhe müssen gut sitzen, gerade wenn man wie ich den ganzen Tag in den Schuhen verbringt und viel steht. Sie müssen außerdem beständig gegen Öl und Benzin sein und durchtrittsicher. Daher bin ich seit acht Jahren überzeugter ELTEN Träger“, führt Lucas aus. Für den sportlichen Auftritt beim Rennen haben wir ihn mit dem Maddox blue Low ESD S1P ausgestattet.


12. April 2018 / von Christoph Nordmann