Deine erste Persönliche Schutzausrüstung

  • Deine erste PSA

    für einen sicheren Ausbildungsstart

    Christoph Nordmann, 28.07.2017

Für einen sicheren Start in die Ausbildung

KFZ-Mechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik oder Elektrotechniker – die Anzahl der potentiellen Ausbildungsberufe sind vielfältig. Das gilt auch für die richtige Persönliche Schutzausrüstung (PSA), die dich ab dem ersten Tag in deiner Ausbildung begleiten wird.

Es warten die unterschiedlichsten Aufgaben auf dich: Große Maschinen müssen bedient, gewartet oder repariert werden. Gebäude müssen errichtet, Kanäle verlegt und Autos zusammengeschraubt werden. Ob in luftiger Höhe, auf sicherem Boden oder unter der Erde – die Vielfalt könnte kaum größer sein.

Im August und September starten wieder gut 365.000 Personen eine Ausbildung in handwerksnahen Ausbildungsberufen. Für viele ist das Thema PSA Neuland. Damit Du gut vorbereitet in die Ausbildung starten kannst, geben wir Dir die wichtigen Tipps zur Vorbereitung auf deinen ersten Arbeitstag in Kürze.

Der passende Fussschutz

S1, S2, S3, S4, S5 – für viele Auszubildende klingt das eher nach den Sportmodellen von Audi. Tatsächlich geben diese Bezeichnungen die Schutzklassen von Sicherheitsschuhen an. Betrachtet man die große Vielfalt an Ausbildungsberufen entstehen viele Szenarien, in denen Sicherheitsschuhe relevant werden können: anspruchsvolle Baustellengelände, große Hallen mit harten Böden und langen Wegen oder Arbeiten in luftiger Höhe auf dem Dach. Die Liste mit Einsatzorten ist schier unendlich, gleiches gilt jedoch auch für die Gefahren für den Fuß.

Gut informiert zum Ausbildungsstart

Wie erfährst du, welche Schutzklasse du für deine Tätigkeiten benötigst? Ob kleiner Handwerksbetrieb oder international agierender Großkonzern – Sicherheitsschuhe werden in den verschiedensten Unternehmen benötigt, daher ist es auch sehr unterschiedlich, wer dich über die benötigten Sicherheitsschuhe informiert. Oftmals gibt es bei größeren Unternehmen Sicherheitsingenieure oder Arbeitsschutzbeauftragte, die dich entsprechend unterweisen. Bei kleineren Unternehmen kommt es auch vor, dass dir der Chef persönlich mitteilt, welche Schuhe mit welcher Schutzklasse für dich in Frage kommen. Informiere dich vor Deinem Start, ob Dein Arbeitgeber dich mit Schuhen versorgt, oder ob Du dich vorab selber darum kümmern musst.

Vom klassischen Arbeitsschuh bis hin zu modernen Sneakers. Fußschutz ist heutzutage durchaus modisch und überzeugt durch trendbewusste Designs, die sich an der aktuellen Mode orientieren – ohne jedoch dabei den Faktor Sicherheit außer Acht zu lassen. Wir haben für Dich schon mal zusammengetragen, in welcher Branche welcher Fußschutz passend ist

Mehr als nur Fussschutz

Doch Fußschutz allein reicht nicht aus – Hände, Augen, das Gesicht und der Rest des Körpers wollen je nach Aufgabenbereich auch ausreichend geschützt werden. Die PSA in Form von Handschuhen, Augen- und Gesichtsschutz und Atemschutz muss individuell entsprechend der spezifischen Gefährdungen am Arbeitsplatz sorgfältig ausgewählt werden. Wichtig ist, dass Du dich proaktiv über die Gefahren informierst und immer beachtest: es gibt nicht die EINE PSA, die gegen alle Gefahren schützt.

Die glorreichen Sieben

Daher ist es unabdingbar, dass du folgende Punkte bei der Schutzausrüstung beachtest:

  • Es darf nur PSA getragen werden, die für deinen Einsatzbereich zugelassen ist.
  • Die PSA ist immer zu tragen.
  • Es darf nur PSA verwendet werden, die mit der CE-Kennzeichnung versehen ist.
  • Dein Arbeitgeber muss Dir die PSA in ausreichender Anzahl und kostenlos zur Verfügung stellen.
  • Sollte dir z.B. mal ein schwerer Gegenstand auf die Zehen fallen und der Zehenschutz in den Sicherheitsschuhen somit zum Einsatz kommen, sind neue Schuhe beim Arbeitgeber anzufragen. Beschädigte Sicherheitsschuhe dürfen nicht mehr getragen werden. Das gilt auch für die weitere PSA.
  • Den Einsatz der PSA kannst du in den Betriebsanweisungen nachlesen.
  • PSA muss passen. Trau‘ dich ruhig anzusprechen, wenn dir deine PSA nicht passt. Damit PSA effektiv schützt, musst Du dich auch darin wohlfühlen. Sprich mit den Verantwortlichen in deinem Unternehmen.

28. Juli 2017 / von Christoph Nordmann