Mit der Lizenz gegen Umknicken: BIOMEX PROCTECTION

  • Von Skiweltmeisterschaften

    und Sicherheitsschuhen

    Denise Pollex, 15.08.2017

Spezialist für Spezialfälle

Der berühmte Ferien- und Kurort St. Moritz im Engadin-Hochtal ist oftmals Schauplatz von Wintersportveranstaltungen. 2017 fand hier beispielsweise die alpine Skiweltmeisterschaft statt. Auch Inlinerskater, die sich zu einem Marathon auf Rollen verabredeten, wurden hier gesichtet. Was beide Events gemeinsam haben: Bei beiden Sportarten wird das Sprunggelenk stark belastet. Deshalb ist Dr. Georg Ahlbäumer, der zudem Basket-, Volley-  und Basketballer betreut, an diesem schönen Fleckchen der Erde genau richtig. Er kennt sich zwar auch bestens mit Knie, Schulter und Ellenbogen aus – doch das Verbindungsgelenk zwischen Unterschenkel und Fuß spielt eine besondere Rolle in seiner Karriere als Arzt.

Bereits zwischen 1992 und 1994 war Dr. Ahlbäumer in der Klinik Gut in St. Moritz beschäftigt. Damals noch als Assistenzarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie. In jener Zeit wurde er Leiter der Entwicklungsabteilung BIOMEX Protection, die sich dem Schutz des Sprunggelenkes verschrieben hat. Nach Stationen in Luzern und Québec kehrte er im Jahr 2000 in die Klinik Gut nach St. Moritz zurück und ist heute deren Chefarzt und Mitinhaber. Außerdem ist er Spezialist des klinikeigenen Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie

Technologietransfer beim Umknickschutz

Im Laufe seiner Karriere widmete er sich verstärkt den Themen „Sicherheit“ und „Prävention“. 2002 wurde der Deutsche zum Nationalen Schweizer Sekretär der Internationalen Gesellschaft für Schneesportsicherheit (ISSS) ernannt. Im selben Jahr fiel der Startschuss für die Zusammenarbeit mit ELTEN. Ursprünglich für die Anwendung im Sportbereich entwickelt, wurde schnell deutlich, dass die BIOMEX-Technologie auch für die Arbeitssicherheit von Nutzen ist. Herzstück des biomechanischen Konzeptes ist eine Manschette, die sich der Anatomie sowie der natürlichen Bewegung des Sprunggelenk anpasst, gleichzeitig aber genügend Stabilität aufbringt, um den Träger vor Umknickunfälle zu bewahren. 2003 präsentierte ELTEN den ersten Sicherheitsschuh mit BIOMEX Protection – damals eine absolute Neuheit im Arbeitsschutz. Bis heute ist das Thema Umknickschutz brandaktuell. Stolpern, Rutschen und Stürzen (SRS) gehören zu den häufigsten Ursachen von Unfällen am Arbeitsplatz – mit einher gehen überdurchschnittlich viele Sprunggelenkverletzungen.

Schmerzen, Ärger und Kosten vorbeugen

Mitarbeiter von Entsorgungsbetrieben, die mehrere hundert Male am Tag vom Trittbrett ihres Müllwagens springen. Bauarbeiter, die über Schutt und andere Uneben-heiten wandern. Führer von Baufahrzeugen, die von ihren schweren Maschinen heruntersteigen. Sie alle wissen: Ein falscher Schritt kann schmerzhaft sein. Bei ernsthaften Verletzungen drohen lange Ausfallzeiten. Das tut doppelt weh. Abgesehen von den Schmerzen, verursachen Umknickverletzungen häufig erhebliche Kosten – für Versicherer und die Unternehmen selbst. Gerade für diese gefährdeten Berufsgruppen hat sich der Technologietransfer vom Sport- in den Arbeitsschutzbe-reich bezahlt gemacht. „Alle vorherigen Ansätze waren nie dauerhaft. Irgendwann bilden sich an jedem Schuh Lauffalten und der Schaft verliert seine Stabilität. Die BIOMEX-Manschette jedoch wirkt diesem Verlust der Stabilität entgegen“, erklärt Dr. Goerg Ahlbäumer.

Unterstützung auf natürliche Art

Mittlerweile bereiten Dr. Ahlbäumer und ELTEN die dritte Generation der BIOMEX-Manschette auf ihren Einsatz vor – mit Lösungen sowohl für den Outdoor- als auch für den Indoorbereich. Künftig spielt auch das Sohlendesign BIOMEX DYNAMICS eine wichtige Rolle für den Umknickschutz. „Dieses Design, in Kombination mit der neuen Manschette, welche noch mal deutlich leichter ist, ergibt einen sehr flexiblen Sicherheitsschuh“, sagt Dr. Ahlbäumer. „Der Schuh stützt, wo gestützt werden muss, ermöglicht aber einen gesunden Abrollvorgang – so, wie die Natur das auch vorgesehen hat.“

Praxistest bestanden

Die neue Generation wird, wie auch die zwei Generationen zuvor, unter extremen Bedingungen getestet. Dr. Georg Ahlbäumer, einst medizinischer Berater am Set von Bogners legendärem Skifilm „Fire and Ice“, kennt einige Bergsportler, die gerne in hochalpine Bereiche vorstoßen. „Die Leute haben einen sehr hohen Anspruch, was Sicherheit und Rutschfestigkeit anbetrifft“, weist Dr. Ahlbäumer auf die Risiken in diesen Gebieten hin. Als Dr. Ahlbäumer die ersten ELTEN mit BIOMEX PROTECTION verteilte, erntete er skeptische Blicke. Die Probanden nahmen für alle Fälle ihre schweren Bergstiefel im Rucksack mit auf die Exkursion. Doch die schweren Stiefel mussten nicht zum Einsatz kommen, am Ende gab es ein positives Feedback.

Kooperation zwischen St. Moritz und Uedem

So kann eine Verbindung zwischen einem Arzt aus dem mondänen St. Moritz und einem Sicherheitsschuhhersteller vom Niederrhein viel Sinnvolles bewegen. Seinen Anspruch, Innovationsführer zu sein, untermauert Elten auch in diesem Fall mit einer fruchtbaren Kooperation. Weitere Beispiele dafür sind beispielsweise hier oder hier nachzulesen.

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17. Juli 2017 / von Denise Pollex