Arbeiten in der Baumschule

  • Arbeiten in der Baumschule

    Grüner Daumen Ehrensache

    Denise Pollex, 15.08.2016

Wo die kleinen und großen Bäume herkommen

Wisst ihr, wo all die kleinen und großen Bäume herkommen? Sicher, im Wald oder auf der grünen Wiese regelt das Mutter Natur. Was aber, wenn ihr euren Pflanzen im Garten nicht beim Wachsen zuschauen wollt? Dann könnt ihr auf Gewächse frisch von der „Schulbank“ zurückgreifen. Wie in der Gartenbaumschule Selders im nordrhein-westfälischen Haan. Wozu eine Baumschule gut ist, was das Arbeiten in einer solchen ausmacht und worauf es bei der Schutzbekleidung in einer Produktionsgärtnerei ankommt – für euch durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Grün ist hier Trendfarbe – in jedem Jahr

Bäume, Sträucher und Gehölze, so weit das Auge reicht. Auf einer Fläche von 50 Hektar – aufgeteilt auf die Standorte in Haan bei Wuppertal und im sächsischen Delitzsch – hegen, pflegen und verkaufen 70 Mitarbeiter die verschiedensten Pflanzengattungen. Von der dekorativen Zierblume über edle Strauchgewächse und Obstgehölze bis hin zum ansehnlichen Alleebaum, das Sortiment der Gartenbaumschule ist genauso facettenreich wie die Bandbreite ihrer Kunden. Da ist der private Gartenfreund von nebenan. Das Brautpaar auf der Suche nach exklusivem Blumenschmuck für den schönsten Tag im Leben. Oder die Kommune, die einen neuen Stadtpark gestaltet. Egal, was kommt: In seiner Baumschule nebst angeschlossenem Gartencenter hat Peter Selders (Foto rechts) Pflanzen für nahezu jeden Anlass im Angebot.

Was Pflanzen brauchen: Fachwissen, Pflege und viel Geduld

Mit Schreibtischarbeit haben Auszubildende Natascha und Geselle Sebastian nichts am Hut. Die beiden Jung-Produktionsgärtner arbeiten ganz praxisnah am wachsenden Objekt. Dabei lernen sie, was Pflanzen benötigen, damit diese sich optimal entwickeln. Welche Nährstoffe und wie viel Wasser sind erforderlich? Wie ausgeprägt ist das Wurzelverhalten? Und wie mache ich Pflanzen gegen Frost und Krankheiten fit? Vom Samenkorn bis zum ausgewachsenen, stattlichen Baum ist es schließlich ein langer Weg: Manche Bäume in der Gartenbaumschule Selders „reifen“ über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren heran, bis sie woanders Wurzeln schlagen dürfen. Dann machen sich die Berufsstarter von heute beinahe wieder Gedanken über ihren Renteneintritt.

Gemessen an ihrem Berufsleben sind Natascha und Sebastian noch Sämlinge. Beide sind aber überzeugt, dass sie mit ihrer Ausbildung die richtige Entscheidung getroffen haben. „Die Arbeit in einer Baumschule ist abwechslungsreich. In jeder Jahreszeit gibt es was zu tun“, erklärt Sebastian. Und Natascha ergänzt lachend: „Man bekommt was vom Wetter mit. Mit meinen Freunden, die sich für eine Ausbildung im Büro entschieden haben, möchte ich nicht tauschen.“ Vor allem nicht an einem Tag wie diesem: Es ist ein herrlicher Sommertag. Da trifft es sich gut, dass die beiden heute Gartenschere und Harke lediglich als Requisite spazieren führen dürfen. Auf dem Programm steht ein Fotoshooting für einen Katalog – es geht um, na klar, Arbeitsbekleidung.

Hohe Ansprüche an den Fußschutz

Die Nachwuchsgärtner machen auch als Fotomodelle eine gute Figur. Worauf sie bei der Wahl ihrer eigenen Bekleidung achten? „Sie muss robust sein. An irgendeinem Strauch bleibt man immer hängen“, erklärt Sebastian. Arbeitshosen aus verstärkter Baumwolle leisten in diesem Fall gute Dienste. „Und natürlich müssen die Klamotten wetterbeständig sein – ist ja nicht immer so gutes Wetter wie heute.“ Bei Sicherheitsschuhen komme es außerdem auf den richtigen Grip an. Wenn die Mitarbeiter der Gartenbaumschule Selders mal nicht vor der Kamera posieren, sind sie permanent in Bewegung – auf unebenem, je nach Jahreszeit knochentrockenem, matschigem oder gefrorenem Untergrund. Außerdem droht Gefahr durch schweres Gerät oder herabfallende Äste. „Kurz: Unsere Arbeitskleidung muss funktional sein“, bringt es der angehende Baumschuler auf den Punkt. Wobei, in Sachen Fußschutz hat Natascha höhere Ansprüche: „Die Schuhe sollten schon nach etwas aussehen.“ Da lässt sich was machen: Mit optisch modischen UND sicheren Schuhen können wir bei ELTEN dienen …

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15. August 2016 / von Denise Pollex