5 Tipps für bequeme Sicherheitsschuhe

  • 5 Tipps für bequeme

    Sicherheitschuhe

    Stefan Tintrup, 19.09.2016

5 Tipps für bequeme Sicherheitsschuhe

Fußschutz soll in erster Linie – na, klar –  Füße schützen. Und wann können Sicherheitsschuhe diesen Dienst am besten leisten? Natürlich nur dann, wenn Sie auch getragen werden. Aber Hand aufs Herz, ihr kennt doch auch jemanden, der sie trotz Vorschrift mal im Spind gelassen hat. Warum? Weil manche Modelle unbequem sind. Wir geben euch an dieser Stelle fünf Tipps für bequeme Sicherheitsschuhe. Also, worauf kommt es an?

1. Die Passform: Druck- oder Scheuerstellen sind ein sicheres Zeichen, dass der Schuh nicht richtig passt! Das spürt ihr womöglich nicht erst nach längerem Tragen, sondern schon beim ersten allzu mühsamen Anziehen. Wir sind uns einig, das soll so nicht sein. Und das muss es auch nicht. Ein Beispiel: Viele der Damen unter euch greifen einfach zur kleineren Herrengröße. Dabei gibt es längst Fußschutz, der speziell auf die Anatomie des weiblichen Fußes abgestimmt ist. Und es gibt auch für Herren Sicherheitsschuhe, die für besondere Bedürfnisse entwickelt wurden. Dazu gehören beispielsweise Modelle mit einer Passform für besonders breite Füße. Grundsätzlich solltet Ihr darauf achten, dass eure Sicherheitsschuhe zu eurer Fußform passen. Als Orthopädieschuhmacher empfehle ich, dass ihr eure Füße professionell vermessen lasst. So entsteht ein klares Bild, denn jeder Fuß ist individuell.

2. Die Sohlendämpfung: Füße, Knie, Hüften schmerzen. Kennt ihr das? Dann seid ihr womöglich zu lange auf harten Böden unterwegs gewesen und habt dabei unzureichend gedämpften Fußschutz getragen. Unter Umständen hattet ihr nach der Arbeit sogar Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen. Das kann vorkommen, wenn die Füße dauerhaft fehlbelastet werden. Bevor ihr lange Arbeitstage in falschem Schuhwerk verbringt, solltet ihr drohenden Gesundheitsproblemen vorbeugen und lieber Fußschutz tragen, der euren Bewegungsapparat entlastet. Außerdem sollte jeder eurer Schritte abgefedert werden. Wenn ihr dazu technische Details erfahren und tiefer in die Materie einsteigen wollt, findet ihr hier weiteren Lesestoff.

3. Atmungsaktivität: Eiskalte Füße? Will keiner. Heiße aber auch nicht. In dieser Verfassung ermüden eure Füße schneller, außerdem kurbelt ein schlechtes Schuhklima die Bakterienvermehrung an und begünstigt Pilzbefall oder Hautentzündungen. Deshalb solltet ihr auf atmungsaktive Sicherheitsschuhe setzen. Diese sind beispielsweise mit Futtermaterialien aus Textil ausgestattet, die dem Feuchtigkeitsausgleich dienen. Manche Modelle verfügen auch über eine Gore-Tex- oder Sympatex-Membran; die sind nicht nur wasser- und winddicht, sondern gleichzeitig atmungsaktiv. So kann die Feuchtigkeit eurer schwitzenden Füße aus dem Schuh entweichen. Einige Lederarten verfügen ebenfalls über diese Eigenschaft. Und falls ihr unter einer Lederallergie leidet: Wenn ihr Schuhe aus modernen Textilien wie Cordura tragt, braucht ihr da keine Sorgen mehr zu haben.. Also schaut genau hin beim Material!

4. Eine gute Polsterung: Damit eure Schuhe bequem sitzen und nicht drücken, sind vor allem an Schaftrand und Lasche Polsterungen hilfreich. Hier unterscheidet sich ein hochwertiger Schuh häufig von preisgünstigeren Modellen, bei denen es nicht selten zu Scheuer- und Druckstellen etwa am Fußrücken kommt. Wenn ihr Einlagen oder orthopädische Anpassungen benötigt, sind weitere Polsterungen möglich. Ein Großteil unserer Schuhe ist für solche fachmännischen Änderungen zertifiziert. Fragt einfach bei uns nach, worauf ihr dabei achten müsst.

5. Gute Einlegesohlen: Hättet ihr es gewusst? Zwei Drittel aller Menschen entwickeln während ihres Lebens Fußbeschwerden. Wenn ihr eure Füße bei der Arbeit stark beansprucht, solltet ihr über eine Entlastung durch Einlagen nachdenken. Orientiert an der Anatomie der Fuß-Längsgewölbe lassen sich dabei drei Typen zuordnen: solche mit eher hohen, mit eher flachen sowie mit normal-intaktem Gewölbe. Dem jeweiligen Typ entsprechend verteilen diese Einlagen zum Beispiel euer Gewicht optimal und unterstützen die natürliche Abrollbewegung. Auch wenn aktuell alles in Ordnung ist und ihr gutes Schuhwerk tragt, keine Fußfehlstellung vorliegt und weder euer Bewegungsapparat krankt noch Übergewicht besteht: Mehr dazu findet ihr hier.

Aber Vorsicht: All diese Tipps ersetzen keine intensive Beratung oder fachgerechte Fußvermessung und kein Anprobieren. Denn jeder Fuß ist unterschiedlich – eben individuell wie der Mensch, zu dem er gehört. Der jeweilige Bereich, in dem der Schuh zum Einsatz kommen soll, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Fragen zum passenden Sicherheitsschuh für euren Job könnt ihr uns gerne im Kommentarbereich stellen. Schaut euch einfach mal bei uns um: www.elten.com


19. September 2016 / von Stefan Tintrup